So nah am Regenbogen

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Die Stadt Dobrich in Nordostbulgarien liegt etwa 50 km von der Schwarzmeerküste und der Hafenstadt Varna entfernt.

Hier wurde im Frühjahr 2002 Bulgariens erstes Tierheim eröffnet, bestehend aus einem heruntergekommenen Flachbau, vier angrenzenden Außenzwingern und 10 000 qm nicht umzäunter Müllkippe. Der Flachbau hatte bis zu diesem Zeitpunkt als staatliche Tötungsstation für Streunerhunde gedient, in der Hunde ohne nennenswerte Nahrung in Massen zusammengepfercht bis zum Tode eingesperrt worden waren.

Ein Jahr später wurde die Tötungsstation in Schumen, etwa 100 km entfernt, übernommen und ebenfalls zum Tierheim und zur Kastrationsklinik umfunktioniert; im Oktober 2003 folgte die Stadt Rousse an der Donau diesem Beispiel und deaktivierte das Tötungslager.

Diese drei Tierheime, in denen inzwischen nahezu 700 Hunde leben – manchmal auch mehr – sind bislang die einzigen sicheren Inseln für streunende Hunde in Bulgarien geblieben, Inseln, in denen kranke und verletzte, aber auch alte Tiere, ebenso wie tragende oder säugende Hündinnen mit ihren Welpen, eine Zuflucht finden.
Ins Leben gerufen wurden diese Asyle von der Deutsch-Bulgarischen Straßentier-Nothilfe, einem Verein der 1999 von dem Ehepaar Renate und Grigor Dimitrov gegründet worden war, das seinerseits schon seit 1996 gegen das Leid der bulgarischen Straßentiere kämpfte.

Die drei Hunde, deren Geschichte hier erzählt wird, kamen aus den Städten Dobrich und Schumen und wurden schwer verletzt in die Tierheime gebracht.

Alle Hunde in Dobrich, Rousse und Schumen haben eine Geschichte; doch meist weiß man nicht viel mehr von ihnen, als dass sie fast alle schon sehr "nah am Regenbogen" waren.

Dass sie noch immer diesseits von ihm sind, ist allein schon so etwas wie ein Wunder, nämlich dieses, dass inmitten von Brutalität, Tod und Vernichtung die Tierheime entstehen konnten, in denen sie Rettung fanden.

Aber Liesa, Nelson und Maxima erzählen von ihren eigenen Wundern ...

Und so lautet auch der Titel dieses Buches: "So nah am Regenbogen". Es erzählt Geschichten von Lebensmut, Hoffnung, Unbeirrbarkeit und Treue, sowohl von Vier- als auch von Zweibeinern.
Es ist eine Geschichte der Tapferen. Und für diese wurde das Buch geschrieben.

Auch in diesem Buch finden Sie wieder 16 Fotoseiten, die diesmal aber auch drei sensibel gezeichnete Portraits von Liesa, Nelson und Maxima beinhalten. Die Künstlerin, Rabea Pinnau, hat uns diese Zeichnungen unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Originale können bei ihr erworben werden; auch dieser Erlös kommt unserer Arbeit zugute.

Sie können sich direkt an Rabea wenden. rabea.pinnau@gmx.de
Zuletzt bearbeitet 12.12.2005 15:37 Uhr